Vom lauten La Paz gings dann zum beschaulichen Titicacasee – ja es gibt ihn wirklich
Ziel war zunaechst die wahre Copacabana (Hafenstadt auf bolivianischer Seite – den Namen haben die brasilianer wohl geklaut). Kaum angekommen gings schon aufs Booetchen zur Isla del Sol, auf der nach der Inkamythologie die Sonne entstanden sein soll. Wir Spassvoegel waren der Meinung unseren kompletten Hausstand mitschleppen zu muessen, was wir bei der Ankunft auch sofort bitter bereut haben als wir den steilen Anstieg zum Hostel sahen – 25 Minuten auf unbefestigtem Grund seeeeehr steil bergauf!!! Dabei vergesse man bitte auch nicht, dass wir uns immernoch auf guten 3800m Hoehe befanden und auch noch neue zusaetzliche Rucksaecke mit Errungenschaften dabei hatten. Voellig ferig sind wir dann auch irgendwann am Hostel angekommen – puuuh! Der schwere Aufstieg wurde aber sogleich mit einem atemberaubenden Blick auf das blaugruene Wasser und die schneebedeckten Berge entschaedigt!!!!
Die Insel ist wirklich einen Ausflug wert! Autos oder aehnliche Gefaehrte gibt es hier nicht, aber dafuer viel benutzte Tramoelpfade, auf denen reger Verkehr von Mensch, Lama, Alpaca, Esel, Mulis und Touristen herrscht – eine einmalige Mischung, die zu witzigen Situationen fuehrt. Auf der Insel haben wir dann auch, wie es sich gehoert, den Fisch des TIticacasees verspeist – jummy!!!
Nachdem wir uns den Wecker extra so gestellt hatten wie die Einheimischen uns gesagt hatten, dass es passt, um den Sonnenaufgang zu erleben, mussten wir mit Ernuechterung feststellen, dass die Sonne zum einen hinter Wolken versteckt und zu dem auch schon aufgegangen war – schade, aber dafuer hatten wir schon einen traumhaften Sonnenuntergang und einen wunderschoenen Sternenhimmel mit Sternschnuppen am Vorabend in vollen Zuegen geniessen koennen.
Gestaerkt ging es dann mit dem Boot Richtung Norden der Insel (diesmal ohne Rucksaecke), von dem aus wir insg. eine 5 stuendige Wanderung bzw. Besichtigung von Inkatempel antraten. Mittlerweile zeigte sich dann auch die Sonne und wir hatten mal wieder Atemnoete bei den vielen Anstiegen – Hoehe, Anstrengung und Erkaeltung sind einfach keine gute Mischung
Voellig gluecklich alles geschafft zu haben ging es dann vom Sueden der Insel zurueck nach Copacabana, von wo aus es dann gleich weiter Richtung perunanischer Seite des Sees ging.
Nach einer Nacht in Puno ging es dann am fruehen Morgen Richtung FLoating Islands, dass sind ca. 40 kleine Inselchen im Titicacasee, auf denen ein Teil eines Praeinka-Stammes, die Aymara, leben. Das besondere der Inseln ist, dass sie komplett aus einer Art Schilf angelegt wurden. Dieses Schilf wird sowohl fuer die Erhaltung/Bau/Untergrund der Inseln verwendet, als auch zum Essen, bauen von Hauesern und Schiffen… Die Lebensweise dieser Menschen hat uns wirklich sehr beeindruckt!!!! Bis auf den Tourismus leben diese Menschen wirklich sehr urspruenglich und haben auf ihren Inseln doch alles: sogar Krankenhaus und Schulen!!!